
Dralinsa® Abführ-Körner
Gebrauchsinformation
Dralinsa® Abführ-Körner
dragierter Leinsamen
Wirkstoffe:
Leinsamen und Sennesblätter
Pflanzliches stimulierendes Abführmittel
Anwendungsgebiete:
Zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung (Obstipation).
Gegenanzeigen:
Wann dürfen Sie Dralinsa nicht anwenden?
Dralinsa Abführ-Körner dürfen nicht angewendet werden bei krankhaften Verengungen im Magen-Darm-Trakt; bei Darmverschluss; bei akut entzündlichen Erkrankungen des Darmes, z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Blinddarmentzündung; bei Bauchschmerzen unbekannter Ursache sowie bei schwerem Flüssigkeitsmangel mit Wasser- und Salzverlusten.
Was müssen Sie in der Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Wegen unzureichender toxikologischer Untersuchungen ist Dralinsa in Schwangerschaft und Stillzeit nicht anzuwenden.
Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
Kinder unter 10 Jahren sollen Dralinsa nicht einnehmen.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Eine über die kurz dauernde Anwendung hinausgehende Einnahme stimulierender Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen. Das Präparat sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Verstopfung durch eine Ernährungsumstellung oder durch Quellstoffpräparate nicht zu beheben ist.
Hinweis:
Bei inkontinenten Erwachsenen sollte bei Einnahme von Dralinsa ein längerer Hautkontakt mit dem Kot durch Wechseln der Vorlage vermieden werden.
Wechselwirkungen:
Wie beeinflusst Dralinsa die Wirkung von anderen Arzneimitteln?
Eine negative Beeinflussung der Resorptionsverhältnisse von Arzneistoffen ist möglich. Bei andauerndem Gebrauch oder Missbrauch ist durch Kaliummangel eine Verstärkung der Wirkung bestimmter, den Herzmuskel stärkender Arzneimittel (Herzglykoside) sowie eine Beeinflussung der Wirkung von Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen möglich. Die Kaliumverluste können durch gleichzeitige Anwendung von bestimmten Arzneimitteln, die die Harnausscheidung steigern (Diuretika), Cortison und cortisonähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroide) oder Süßholzwurzel verstärkt werden.
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung:
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Dralinsa nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Dralinsa sonst nicht richtig wirken kann.
Wie viel von Dralinsa und wie oft sollten Sie Dralinsa anwenden?
Die maximale tägliche Aufnahme darf nicht mehr als 30 mg Hydroxyanthracenderivate betragen, das entspricht ca. 5 g Dralinsa. Erwachsene und Kinder über 10 Jahre nehmen 1-mal täglich 1 Teelöffel (= 5 g) Dralinsa ein.
Die individuell richtige Dosierung ist die geringste, die erforderlich ist, um einen weich geformten Stuhl zu erhalten. Die Wirkung tritt nach 8 – 12 Stunden ein.
Wie lange sollten Sie Dralinsa anwenden?
Stimulierende Abführmittel dürfen ohne ärztlichen Rat nicht über einen längeren Zeitraum (mehr als 1 – 2 Wochen) eingenommen werden.
Wie und wann sollten Sie Dralinsa einnehmen?
Nehmen Sie Dralinsa mit reichlich Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) am besten abends nach dem Essen ein.
Anwendungsfehler und Überdosierung:
Was ist zu tun, wenn Dralinsa in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Bei versehentlicher oder beabsichtigter Überdosierung können schmerzhafte Darmkrämpfe und schwere Durchfälle mit der Folge von Wasser- und Salzverlusten sowie eventuell starke Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Bei Überdosierung benachrichtigen Sie bitte umgehend einen Arzt. Er wird entscheiden, welche Gegenmaßnahmen (z. B. Zuführung von Flüssigkeit und Salzen) gegebenenfalls erforderlich sind.
Nebenwirkungen:
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Dralinsa auftreten?
In Einzelfällen krampfartige Magen-Darm-Beschwerden. In diesen Fällen ist eine Verminderung der Dosis erforderlich. Im Laufe der Behandlung kann eine harmlose Rotfärbung des Harns auftreten.
Bei lang andauerndem Gebrauch oder bei höherer Dosierung (Missbrauch) kann es zu Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes kommen. Auftretende Durchfälle können insbesondere zu Kaliumverlusten führen. Der Kaliumverlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden (den Herzmuskel stärkende Arzneimittel), Diuretika (die Harnausscheidung steigernde Arzneimittel), Cortison und cortisonähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroide).
Bei lang andauerndem Gebrauch kann es zu Ausscheidung von Eiweiß und Blut im Urin kommen. Weiterhin kann eine Verfärbung der Darmschleimhaut (Pseudomelanosis coli) auftreten, die sich nach Absetzen des Präparates in der Regel zurückbildet.
Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit:
Das Verfalldatum ist auf die Dose aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum.
Nach Anbruch 8 Wochen haltbar.
Wie ist Dralinsa aufzubewahren?
Bewahren Sie diese Packung immer geschlossen, trocken und nicht über 25° C auf.
Arzneimittel sorgfältig und für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Zusammensetzung:
5 g dragierter Leinsamen enthalten:
Arzneilich wirksame Bestandteile:
2,225 g Leinsamen
1,115 g Sennesblätter (entsprechend max. 30 mg Hydroxyanthracenderivate, berechnet als Sennosid B)
Sonstige Bestandteile:
Talkum, Sucrose (Saccharose), Arabisches Gummi, Schellack, Maisstärke, Farbstoff E 172.
Darreichungsform und Inhalt:
150 g dragierter Leinsamen
Pharmazeutischer Unternehmer:
Duopharm GmbH
Otto-von-Steinbeis-Str.16
83052 Bruckmühl
Hersteller:
Dragenopharm GmbH & Co. KG
Göllstraße 1
84529 Tittmoning
Stand der Information:
Oktober 2007
Für Diabetiker:
1 gestrichener Teelöffel Dralinsa entspricht 0,06-0,07 BE.
