Eisen gehört zu denjenigen Elementen, die sich am häufigsten auf unserer Erde finden. Praktisch alle lebenden Organismen unseres Planeten benötigen Eisen in irgendeiner Form. Als Bestandteil von Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), Myoglobin (roter Muskelfarbstoff) und von Enzymen spielt es eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel von uns Menschen. Umso kritischer ist ein manifester Eisenmangelzustand zu bewerten.
Eisenmangel ist der weltweit beim Menschen am häufigsten vorkommende, bekannte Mangel eines einzelnen Nährstoffes, und für die WHO zählt Eisenmangel zu den zehn größten Gesundheitsrisiken der Menschheit. Weltweit leiden etwa 1,5 Milliarden Menschen an einer Eisenmangelanämie.
Nicht nur die Speicher sind erschöpft
Ein menschlicher Körper enthält etwa drei bis fünf Gramm Eisen oder 35-60 mg/kg Körpermasse. Mehr als 60 % davon sind im Hämoglobin gebunden. Von einem „Eisenmangel“ wird dann gesprochen, wenn die Eisenspeicher leer sind und die Wahrscheinlichkeit größer wird, dass bestimmte enzymatische Prozesse auf Grund der schlechten Eisenverfügbarkeit nicht mehr optimal ablaufen können.
Auch die Blutbildung wird irgendwann beeinträchtigt, und es kann sich eine Anämie (Blutarmut) entwickeln. Es ist unbestritten, dass selbst milde Auftretensformen von Anämien die Leistungsfähigkeit der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Die klinischen Symptome einer Eisenmangelanämie sind Müdigkeit, Schlappheit, Erschöpfung, beeinträchtigte aerobe Kapazität, verminderte mentale Leistungsfähigkeit und eine geschwächte Immunfunktion neben einem erhöhten Puls und erhöhter Laktatwerte.
Des Rätsels Lösung
Eisenmangel stellt besonders bei jüngeren Frauen ein häufig vorkommendes Problem dar, welches sich auch negativ auf die Gedächtnisleistung auswirken kann, wie eine Studie der Pennsylvania State University bestätigte.
Wissenschaftler testeten die kognitiven Fähigkeiten von 113 Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren und stellten fest, dass die Probandinnen mit leichtem Eisenmangel zwar genauso schnell im Erfassen von Fakten waren, wie Frauen, die ausreichend mit dem Spurenelement versorgt waren, ihnen unterliefen jedoch mehr Fehler. Die Studienteilnehmerinnen, bei denen eine Anämie diagnostiziert worden war, brauchten für die ihnen gestellten Aufgaben zu Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Lernen länger und schnitten insgesamt schlechter ab.
Nach diesen Prüfungen erhielten die Frauen vier Monate lang entweder täglich 60 mg Eisen oder Placebo und unterzogen sich dann ein weiteres Mal den gleichen Tests. Es zeigte sich, dass die zusätzliche Einnahme von Eisenpräparaten die kognitiven Leistungen entscheidend verbessern konnte. Die gestellten Aufgaben wurden besser und außerdem auch schneller gelöst.
Eisen macht das Lernen leichter
Diese Ergebnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass schon ein geringer Eisenmangel Testleistungen negativ beeinflusst – und dass die zusätzliche Versorgung mit Eisen diesem Prozess entgegenwirkt. Auch bei Kindern und Jugendlichen wird Eisenmangel oft unterschätzt. Experten weisen darauf hin, dass Heranwachsende ab dem 12./13. Lebensjahr nahezu zu 100 % Eisenmangelpatienten sind und sich auch bei ihnen bereits ein leichter Mangel negativ auf die geistige und motorische Entwicklung auswirken kann.
Patienten mit nachgewiesenem Eisenmangel sollten zusätzlich Eisen einnehmen. Um die Eisenvorräte aufzufüllen, empfiehlt sich eine Substitution mit Eisenpräparaten aus der Apotheke (z. B. Floradix mit Eisen). Das pflanzliche Spezialtonikum ohne Alkohol enthält zweiwertiges Eisen, das besonders gut vom Körper aufgenommen wird, sowie zusätzlich Fruchtsäfte und Arzneikräuter.
Fühlen auch Sie sich manchmal schlapp, müde oder erschöpft?
Dann kann dies womöglich an einem Eisenmangel liegen. Unterschätzen Sie daher nicht den notwendigen Tagesbedarf und gleichen Sie ein Eisendefizit rechtzeitig aus; denn nur die wenigsten wissen wie wichtig dieses Mineral für Ihre Gesundheit ist. Nur ein mit Eisen ausreichend versorgtes Blut ist in der Lage, den Körper bis in die entferntesten Winkel mit Sauerstoff zu versorgen. Fehlt das Eisen, fehlt dem gesamten Organismus Sauerstoff und er kann seine Aufgaben nicht mehr funktionsgerecht erfüllen.

